Samstag, 5. Juli 2008

Ausflug zum Yangmei Pflücken

Diese Wochen haben wir einen Ausflug in die Zhèjiāng (浙江) Provinz gemacht, nach Cíxī (慈溪) . Feifei, eine Schülerin von Kerstin hat uns eingeladen in dem Garten ihrer Familie Yángméi (杨梅) Früchte zu pflücken. Yángméi (Myrica rubra) gibt es in Deutschland nicht, ich habe noch nicht mal einen deutschen Namen dafür gefunden. Sie schmecken ein bisschen wie Brombeeren und andere Waldfrüchte. Sie wachsen allerdings auf Bäumen. Die Yángmés in Shanghai schmecken ganz ok, aber die frisch gepflückten sind umwerfend. Die reifen Früchte sind fast schwarz und sehr saftig.

Yumberries Branch

Yumberry Berries

In China sind sie sehr beliebt, die Gesamtanbaufläche in China ist doppelt so groß wie die Gesamtanbaufläche von Äpfeln in den USA!

Selling Yumberries

Ein englische Name der Yángméi ist Yumberry. Es hört sich nicht zufällig so an wie "yummy" (lecker), sondern wurde absichtlich so gewählt in 2003 von einem Importeur. Eine guter Name, ähnlich zum Original. Auf deutsch ist uns nur "Schmatzbeere" eingefallen. Vielleicht hat einer unserer Leser eine bessere Idee?

Die Stadt Cíxī liegt südlich von Shanghai, getrennt von einer Bucht des Ostchinesischen Meers. Am ersten Mai dieses Jahres wurde die Hangzhou Bucht Brücke (Hángzhōu Wān Dàqiáo, 杭州湾大桥) eröffnet. Fast 36 km lang, verbindet sie Shanghai und Níngbō (宁波) und verkürzt die Entfernung zwischen den beiden Städten um 320km! Als wir auf der Brücken fuhren, zog ein Unwetter auf. Innerhalb weniger Minuten wurde es dunkel und fing an zu regnen wie man es in Deutschland nie erlebt. Gut, dass der Bus so schwer und stabil war!

Hangzhou Bucht Brücke, Hángzhōu Wān Dàqiáo, 杭州湾大桥



In Cíxī angekommen wurden wir von Feifeis Familie empfangen und durften gleich ein paar frisch gepflückte Schmatzbeeren essen. Dann ging es in ein Meeresfrüchterestaurant. Leute, das Essen war so lecker, das gibt es gar nicht. Ich bin ja schon durch die Frische der Lebensmittel hier in Shanghai verwöhnt, aber das da war nochmal eine andere Kategorie.
Am nächsten Morgen sind wir auf's Land gefahren, zum Garten. Die Gegend dort ist sehr hügelig, nicht so flache Hügel wie man sie aus Deutschland kennt, sondern ziemlich steil. Alle Hügel waren mit Yangmeibäumen bepflanzt.

Beautiful Countryside

Zwischen den Bäumen waren Steinbauten versteckt: Grüfte, wie uns unsere Freunde mitteilten, nachdem sie leicht erschrocken waren, dass wir davon Fotos gemacht haben.

Crypt in Yumberry Hills

Langsam stieg die Temperatur, so dass wir dann zurück in die Stadt gefahren sind. Wir haben noch eine Park besucht und sind Boot gefahren. Hier in China ist Kriegsspielzeug noch ganz beliebt, so waren die Boot schön mit Gefechtstürmen ausgestattet.

Friedliches Elektrobootfahren

Nach dem Mittagessen und einer Runde Tischtennis mit dem 13jährigen Neffen von Feifei sind wir dann zurück nach Shanghai gefahren, natürlich mit zwei Eimern Schmatzbeeren.

6 comments:

  1. Ohoho....

    Lecker lecker! Lange nicht mehr gegessen! Yang Mei war ein Lieblingsnachtisch für mich!

    Was für ein Fotokamara habt ihr benutzt. Die Fotos sind so professionell!

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  2. Hi Carsten, wunderschoene fotos und ein sehr interessanter Beitrag! Da waere ich auch gerne mitgekommen...:-)

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  3. Ein interesaanter Ausflug. Ich glaube, Ihr werdet echt Probleme haben, Euch in Deutschland an das Essen zu geöhnen, wenn schon das Essen in Shanghai steigerungsfähig ist. Unglaublich.

    Schöne Fotos. Insbesondere die Brücke ist ja absolut beeindruckend. Und auch bei dem aufziehenden Unwetter hätte ich mich auch erstmalim Sitz herumgewälzt.

    Warum hat die Familie bei dem Foto der Gruft gestutzt? Ist das nicht gern gesehen?

    Kannte Kerstin die Schülerin persönlich?

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  4. @tianxiang Wenn du auf die Fotos klickst, kannst du bei Flickr die Kamera sehen: Canon PowerShot G9. Bin ich sehr zufrieden damit.

    @dievommond Danke für das Lob!

    @majax1 Ja, das mit dem Essen wird ein Problem. Ich frage mich, wie Tianxiang damit zurecht kommt. Vielleicht die Hoffnung, dass er ja wieder zurückkommt.
    Gruft: Man macht hier nicht so gerne Fotos von Grüften, Friedhöfen, etc.
    Schülerin: Ja, Feifei kommt jedes mal in den Unterricht und bringt von Zeit zu Zeit auch ihre Tochter mit.

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  5. Lecker!
    Schade das es diese Früchte nicht in Deutschland gibt, ich hätte sie nämlich gerne probiert.
    Ich wäre auch sehr gerne mitgekommen!

    Übrigens kann man denn chinesischen Namen "yangmei" wörtlich ins deutsche Übersetzen. Das heißt dann: Pappelpflaume
    In Japan werden die Früchte als yamamomo bezeichnet. Dies heißt wörtlich übersetzt: Bergfplaume.

    Aber die englische Bezeichnung yumberry finde ich ja total phantasievoll.

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  6. super, jetzt weiß ich auch was ich da gerade als getrocknete frucht in mich hineinfutter :-D

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