Samstag, 29. Dezember 2007

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Ein Wanderarbeiter in Schanghai.

Eine Lizenz für ein Auto in Schanghai kostet 50,000 Yuan. In 2006 betrug der durchschnittliche Jahreslohn in Schanghai 30,000 (2,800€) Yuan (Quelle).

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Englisch Lernen

So kann man auch Englisch lernen (oder auch nicht):


Via labnol.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Erster Preis beim Marathon

Diese Geschichte muss nicht in China sondern kann überall auf der Welt spielen, aber lustig ist sie trotzdem.

Telefonat mit einem Freund:
C: "Ich habe noch nie was größeres gewonnen".
S: "Ah, ich habe einmal eine Reise nach Sydney gewonnen. Erster Preis beim Marathon."
C: "Marathon?"
S: "Ja, mittlere Länge. Ein Freund hat mich gefragt, ob ich nicht mitmachen wollte. Also bin ich mitgelaufen und habe den ersten Preis bekommen."
C wundert sich etwas. S ist zwar nicht unsportlich, aber dass S eine solche Sportskanone ist! Vielleicht schon lange her, zu Schulzeiten wo S möglicherweise super fit war?
C: "Wann war denn das?"
S: "Och, 2003".
C wundert sich noch mehr! Nur vier Jahre her. Da hat S ja doch ziemlich abgebaut. Vielleicht war er einfach gut vorbereitet?
C: "Hast du viel trainiert vorher?"
S: "Ne, ich bin einfach so mitgerannt."
C ist baff vor erstaunen. In seinem Kopf spielen sich die Szenen aus Forest Gump ab, wo Forest vor seinen Klassenkameraden weg rennt und schneller als das Auto ist. S startet mit 10.000 anderen und rennt einfach und rennt, er fliegt förmlich an den anderen vorbei, sein Umfeld lichtet sich, bald ist er an der einsamen Spitze, einfach so, ein Naturtalent.
S wundert sich über die andächtige Stille am Telefon.
S: "Das war natürlich ein Lotterieticket. Jeder Teilnehmer hat eine Ticket bekommen und am Ende wurde der Gewinner gezogen."

Montag, 10. Dezember 2007

Online Banking bei der "Bank of China"

In China bekommen wir unsere Strom etc. Rechnungen einmal im Monat. Die können wir dann in jedem Supermarkt bezahlen. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Den hatten wir jetzt verpasst. Zwei Möglichkeiten: Unter der Woche zu den Wasserwerken fahren, sich mit 100 anderen vergesslichen Leuten ins Wartezimmer quetschen und den Tag dort verbringen. Oder aber online zahlen. Ein guter chinesischer Freund war so lieb und hat es uns gezeigt.
Hier in China hat nicht jede Bank ihr eigenes Onlinebanking, sondern es gibt ein (oder mehrere) Seiten die das für alle Banken übernehmen. Dort meldet man sich an, Name, Adresse, und Identifikationsnummer. Für Chinesen ist das irgendeine Nummer (Perso?), für Ausländer die Nummer des Reisepasses. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das überprüft wird. Dann ist man eingeloggt und kann Bankverbindungen angeben: Name der Bank, Kontonummer, Kontoinhaber. Für das Überweise der Stromrechnung gibt man die Nummer an die auf der Rechnung steht und dann seine PIN. Keine TAN oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen. Normalerweise wird das dann an die Bank geschickt, dort automatisch überprüft und dann die Transaktion ausgeführt. Bei uns kam allerdings die Meldung: "Es ist jetzt 21:30. Die Öffnungszeiten der Bank of China sind von 6:00 bis 21:00. Bitte führen sie die Transaktion während den Öffnungszeiten durch". Das habe ich mir nicht ausgedacht!
Wahrscheinlich sitzt da jemand, der die Transaktion per Stempel bestätigen muss. Stempel sind hier unglaublich wichtig. Wenn nicht mindestens fünfmal gestempelt wird, dann stimmt was nicht. Ich hatte mir online Banking allerdings anders vorgestellt.

Freitag, 7. Dezember 2007

Dschin Dschin Dschingis Khan

Filmreif: Abends in den Straßen Schanghais. Der Ausländer geht noch schnell zum Supermarkt. Plötzlich dringen zwischen all den fremden Geräuschen bekannte Klänge an sein Ohr. "Dschin Dschin Dschingis Khan". Verwirrt bleibt er stehen, schaut sich um. Kann das sein was er da sieht? Liegt er vielleicht im Bett? Ist er in einem Jim Jarmusch Film? Da steht die komplette Belegschaft eines Friseursalon, 15 Leute, auf dem Bürgersteig und tanzt und singt "Dschin Dschin Dschinges Khan". Original mit dem Lachen "ha ha ha haa", bloß der Rest des Textes ist auf Chinesisch. Sachen gibt's. Dabei heißt der auf Chinesisch ja noch nicht mal so.

Und weil's so schön war und weil ich schon immer mal ein YouTube Video einbinden wollte. Wenn ich mir das so anschau... das ist durchaus auf dem gleichen Level wie Hardrock Halleluja.

Montag, 3. Dezember 2007

Über die Wichtigkeit die richtige Person zu fragen


Heute morgen war wieder mal die Tür zur Büroetage mit einem Fahrradschloss versperrt. Also wieder runtergefahren und einen der halben Dutzend Wächter angesprochen. "Etage 6, Tür nix auf". Leicht schreckensgeweite Augen beim Wächter. Kurze Pause, dann: "Heute nix arbeiten". Aha! Na ja, das kam mir aber doch etwas spanisch (chinesisch) vor. Also mein Glück bei einem anderen Wächter probiert: "Etage 6, Tür nix auf!". Ok, kein Problem. Einlass über den Hintereingang.

Drum merke: Hm... Man sollte sich nicht abwimmeln lassen, sondern es immer wieder probieren. Oder so.

Foto von sknaB nolA.